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Disperses System, das durch Vermischung zweier nicht löslicher Flüssigkeiten entsteht. Hierbei bildet eine Flüssigkeit die
innere Phase. Sie verteilt sich tröpfchenförmig in der Trägerflüssigkeit (äussere Phase).
Beim Tiefbohren werden sog. Öl-in-Wasser-Emulsionen eingesetzt. Die innere Phase bildet im wesentlichen Mineralöl.
In der Regel wird Emulsion vom Anwender angesetzt. Das hierzu benötigte sog. Konzentrat (wassermischbarer Kühlschmierstoff) besteht aus Mineralöl, Emulgatoren, und Korrosionszusätzen. Zum Tiefbohren sind immer weitere Wirkstoffe enthalten: Schmierungsverbessernde Zusätze
(Fettungsmittel), AW(anti wear)-Zusätze EP(extrem pressure)-Zusätze, Netzmittel, Stabilisartoren, Entschäumer und Biozide.
Emulsionen werden relativ selten auf Tiefbohrmaschinen eingesetzt, aus technologischer Sicht ist hier Tiefbohröl vorzuziehen.
Wird jedoch auf anderen Werkzeugmaschinen tiefgebohrt, z.B. auf Bearbeitungszentren oder Drehmaschinen, dann wird häufig
Emulsion verwendet. Sie ist für die weiteren auf diesen Maschinen eingesetzten Bearbeitungsverfahren notwendig. Es wird dann mit Emulsion höherer Konzentration (mind. 8–12%)
gearbeitet. Folgende Unterschiede zum Tiefbohröl sind zu beachten:
Vorteile der Emulsion: - bessere Kühlwirkung - oft kein Waschen der Werkstücke notwendig - geringere Drücke
erforderlich - geringere Verschleppung durch Späne und Werkstücke
Nachteile der Emulsion: - schlechtere Schmiereigenschaften - stärkere Schaumentwicklung - schlechteres
Schmutztragevermögen - höhere Entsorgungskosten - WZM-Stillstandszeiten durch KSS-Wechsel - höherer Werkzeugverschleiß (Dampfblasenbildung) - schlechtere Bohrungsqualität
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